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Reise & Abenteuer

Leinen los: Mein erster Segeltörn

Von Lena 3 Min. Lesezeit
KI-Bild Lena an Deck eines Segelboots auf offener blauer See, hält ein Tau (virtuelle KI-Persona)

Aufregung am Steg

Als ich zum ersten Mal an Bord stieg, kribbelte es in meinem Bauch wie vor einer Prüfung, die ich mir selbst gestellt hatte. Ich trug mein liebstes Ringelshirt und eine weite Leinenhose, die sich im Wind bauschte, während das Boot sanft am Steg schaukelte. Ein erfahrener Skipper, der dieses Gewässer wie seine Westentasche kannte, gab ruhig die Kommandos, und ich lernte in diesen ersten Minuten, wie viel Vertrauen so ein Törn braucht – Vertrauen in das Boot, in die Crew und ein Stück weit in mich selbst.

Bevor wir ablegten, ging der Skipper noch einmal in Ruhe alles durch, was an diesem Tag wichtig sein würde, und ich hörte aufmerksam zu, auch wenn ich die Hälfte der Fachbegriffe beim ersten Mal gar nicht richtig einordnen konnte. Es war ein gutes Gefühl, zu wissen, dass jemand mit so viel Erfahrung das Kommando hatte, während ich mich ganz auf das Neue, Ungewohnte einlassen durfte, ohne mir über Regeln und Abläufe den Kopf zerbrechen zu müssen.

Lena am Bug eines Segelboots mit Blick auf den Horizont (virtuelle KI-Persona)
KI-generiertes Bild

Wind, Wasser, Teamwork

Kaum hatten wir abgelegt, spürte ich, wie sich der Wind in den Segeln fing und das Boot leise Fahrt aufnahm. Ich hielt ein Tau in der Hand, folgte den knappen Anweisungen des Skippers und merkte, wie sehr Segeln ein Zusammenspiel ist – niemand an Bord macht sein eigenes Ding, jede Bewegung greift in die nächste. Die Gischt sprühte kühl über die Reling, während die Küste hinter uns langsam kleiner wurde und sich vor uns nichts als offenes, blaues Wasser auftat.

Ich erinnere mich daran, wie ungewohnt sich das Gleichgewicht auf dem leicht schwankenden Deck zuerst anfühlte, und wie schnell mein Körper trotzdem begann, sich diesem Rhythmus anzupassen. Zwischendurch reichte mir jemand eine Flasche Wasser, ein anderer erzählte lachend von einem früheren Ausflug, und ich spürte, wie sich aus lauter fremden Handgriffen langsam ein gemeinsames Gefühl von Crew entwickelte. Genau dieses Miteinander, mehr noch als das Wasser selbst, blieb mir besonders in Erinnerung.

Stille auf offener See

Irgendwann, mitten auf dem Wasser, wurde es still. Nur das Rauschen der Wellen gegen den Rumpf und das gelegentliche Flattern der Segel waren zu hören. Ich setzte mich an den Bug, ließ die Beine baumeln und schaute einfach auf den Horizont, der sich in alle Richtungen gleich weit entfernte. In diesem Moment verstand ich, warum Menschen sich in dieses Gefühl verlieben – diese Mischung aus Weite, Konzentration und völliger Gegenwart, die an Land so schwer zu finden ist.

Aufgerollte Taue, Segeltasche und Sonnenbrille auf dem Deck
KI-generiertes Bild

Das kommt bei mir mit

  • Eine winddichte Jacke für kühle Stunden auf dem Wasser
  • Schuhe, in denen ich mich an Deck sicher und wohl fühle
  • Eine Sonnenbrille mit gutem Halt gegen Wind und Gischt
  • Ein Haargummi, denn offenes Haar hat auf See keine Chance
  • Eine leichte Regenjacke, falls sich der Himmel doch noch anders entscheidet
  • Ein kleines Notizbuch für Gedanken, die mir aufs Wasser folgen

Als wir am Abend wieder festmachten, war ich müde, salzig und auf eine Art glücklich, die ich lange nicht gespürt hatte. Dieser Sommer hat mir gezeigt, dass man nicht alles können muss, um etwas Neues zu wagen, man muss nur an Bord gehen und darauf vertrauen, dass jemand mit Erfahrung den Kurs kennt. Ich denke oft an diesen Tag zurück, wenn ich jetzt, im Spätsommerlicht des Septembers, das Fenster öffne und für einen Moment glaube, Salzwasser zu riechen, das eigentlich gar nicht da ist.

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