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Goldener Oktober: Meine Herbstwanderung im Schwarzwald

Von Lena 3 Min. Lesezeit
KI-Bild Lena auf einem Waldweg im herbstlich verfärbten Schwarzwald, rostroter Strickpullover (virtuelle KI-Persona)

Der erste Schritt in den Wald

Es gibt diesen einen Moment am Anfang jeder Herbstwanderung, den ich besonders liebe: der Augenblick, in dem der Asphalt hinter mir zurückbleibt und der Waldboden unter meinen Schuhen weich wird. Mein rostroter Strickpullover kratzt ein wenig am Hals, aber genau das gehört für mich zum Herbst dazu – dieses wollige, wärmende Gefühl, das mich an heiße Tees und knisternde Blätter erinnert. Die dunkle Hose, die ich an diesem Tag trage, ist bewusst unauffällig gewählt, denn die eigentliche Hauptrolle spielt ohnehin der Wald selbst.

Schon nach den ersten Metern auf dem Waldweg merke ich, wie sich mein Atem verlangsamt. Der Schwarzwald empfängt mich mit einem Geruch aus feuchtem Moos, Tannenharz und modrigem Laub, der mir sofort ins Gesicht steigt und mich lächeln lässt. Über mir schließt sich das Blätterdach wie ein Baldachin, durch den nur vereinzelt Sonnenstrahlen fallen und den Weg vor mir in kleine goldene Lichtinseln tauchen.

Lena macht auf einer Waldbank im Herbst Teepause (virtuelle KI-Persona)
KI-generiertes Bild

Farben, die es nur im Herbst gibt

Was mich an dieser Jahreszeit im Schwarzwald jedes Mal aufs Neue verzaubert, ist die Farbpalette. Zwischen den dunklen Tannen leuchten Buchen und Ahorn in Gelb, Orange und einem satten Rostrot, das fast mit meinem Pullover um die Wette leuchtet. Der Boden ist bedeckt von einem Teppich aus Laub, der bei jedem Schritt leise raschelt und unter dem hier und da ein Pilz oder ein moosbewachsener Stein hervorlugt.

Ich bleibe immer wieder stehen, um Fotos zu machen, aber eigentlich weiß ich längst, dass keine Aufnahme dieses Licht wirklich einfangen kann. Es ist dieses spezielle, tiefe Herbstlicht, das alles wärmer und weicher erscheinen lässt, als es eigentlich ist. Manchmal ziehe ich einfach nur die Ärmel über die Hände und schaue den Blättern beim Fallen zu.

Stille, die lauter ist als jede Stadt

Je weiter ich in den Wald hineinwandere, desto leiser wird es um mich herum – und desto lauter wird gleichzeitig alles, was im Alltag sonst im Lärm untergeht. Das Knacken eines Astes irgendwo im Unterholz, das Trommeln eines Spechts, das ferne Rauschen eines Bachs, der sich seinen Weg durch die Steine sucht. Diese Geräusche begleiten mich wie eine leise Melodie, zu der ich meinen eigenen Schritt finde.

An einer Lichtung setze ich mich für eine Weile auf einen umgestürzten Baumstamm, ziehe meine Thermoskanne heraus und lasse den Blick über die Baumwipfel schweifen, die sich in der Ferne wie ein buntes Mosaik über die Hügel legen. In solchen Momenten wird mir jedes Mal aufs Neue klar, wie sehr mir genau diese Art von Stille fehlt, wenn ich zu lange nur zwischen Terminen und Bildschirmen unterwegs bin.

Wanderrucksack, Thermoskanne, Wollsocken und Karte auf Herbstlaub
KI-generiertes Bild

Das kommt bei mir mit

  • Ein warmer Strickpullover und eine wetterfeste Jacke zum Überziehen
  • Feste Wanderschuhe, die auch auf nassem Laub Halt geben
  • Eine Thermoskanne mit heißem Tee für die Pause zwischendurch
  • Ein kleines Notizbuch, um Gedanken und Ideen festzuhalten
  • Ein Apfel aus der Region für unterwegs

Als ich am späten Nachmittag den Waldrand wieder erreiche, ist mein Kopf so klar wie schon lange nicht mehr. Die Wangen sind kühl, die Nase ein bisschen rot, aber in mir drin fühlt es sich warm an. Der goldene Oktober im Schwarzwald hat mir wieder einmal gezeigt, dass man für ein Gefühl von Weite und Ruhe manchmal gar nicht weit reisen muss – nur ein paar Schritte tief in den Wald hinein. Wann wart ihr zuletzt so bewusst im Wald unterwegs?

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